Effizient und ökologisch gesichert

Mit Inneneinrichtungen aus Wellpappe gelangen auch empfindliche Waren sicher an ihr Ziel, denn die Konstruktionen sind wie ein Maßanzug genau auf das Produkt zugeschnitten. Einstoffverpackungen aus Wellpappe sind außerdem einfach zu entsorgen, umweltverträglich und sparen Platz im Lager. Für viele Unternehmen gute Gründe, um auf Verpackungslösungen aus Wellpappe umzusteigen.

 

„Für unsere Kunden zählt vor allem, dass Inneneinrichtungen für Verpackungen den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen moderner Logistik entsprechen“, sagt Werner Hoch, Gesamtverkaufsleiter von Kunert Wellpappe Bau Neustadt. Gefache, Stege und Polster dienen dem Schutz des Packguts, indem sie auch die Stabilität der Verpackung erhöhen: Sie füllen Hohlräume aus, fixieren die Produkte und verstärken Seitenwände, Boden, Deckel sowie die Ecken der Verpackung. Im Zuge des Trends zur Nachhaltigkeit steigt der Bedarf an Einstoffverpackungen auf Papierbasis. „Ökologische Faktoren werden zunehmend wichtiger“, so Hoch weiter. „Wir können immer mehr Kunden davon überzeugen, dass Inneneinrichtungen aus Wellpappe einfacher zu entsorgen sind und ökologische Vorteile gegenüber anderen Verpackungsmaterialien bieten.“

 

 

Merck ersetzt Schaumstoff und Styropor

Ein Blick in die Nachhaltigkeitsberichte großer Unternehmen bestätigt die Einschätzung des Verpackungsfachmanns. „Wir identifizieren Optimierungs-potenziale, um den Anteil von Materialien zu erhöhen, die geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben“, heißt es im CSR-Bericht des Pharma- und Chemiekonzerns Merck aus dem Jahr 2012. „Deshalb arbeiten wir daran, wiederverwendbare Verpackungssysteme zu entwickeln und die Verwendung von Schaumteilen zu reduzieren.“ Konkret beschreibt Merck die Umstellung von Inneneinrichtungen für die Verpackungen von Laborwasseraufbereitungssystemen und einigen Zubehörteilen, bei denen die Formteile aus PE(Polyethylen)-Schaumstoff komplett durch Wellpappe ersetzt werden. Auch Styropor-Formteile zur Sicherung von Reagenzienflaschen aus Glas werden in gleicher Weise ersetzt.

 

 

Grüne Verpackungslösungen sind gefragt

Hintergrund dieser Umstellungen ist laut Merck das zunehmend ökologisch ausgerichtete Anforderungsprofil der Kunden: „Wir wollen unsere Produkte in Verpackungen ausliefern, die für unsere Kunden einfach zu entsorgen sind und die ihnen helfen, die Auswirkungen ihrer eigenen Tätigkeiten auf die Umwelt zu reduzieren.“ Dass Verpackungen aus Wellpappe allen Anforderungen an grüne Lösungen entgegen kommen, daran besteht für das Unternehmen kein Zweifel. Wellpappe wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Papier und pflanzlichem Stärkeleim hergestellt. Gebrauchte Verpackungen aus diesem Material werden in Deutschland nahezu vollständig recycelt und erneut dem Papierkreislauf zugeführt. Ein nachhaltiges Kreislaufwirtschaftsprinzip mit so deutlichen ökologischen Vorteilen, dass es bei Verbrauchern, Unternehmen und in der Politik als vorbildlich gilt.

 

 

Umweltverträglich und wirtschaftlich

Oft sind es zunächst handfeste wirtschaftliche Gründe, die den Anstoß zur Substitution anderer Materialien durch Wellpappe geben. „Für den Transport von Kunstleder, das auf Hartpapierhülsen aufgewickelt war, benötigte unser Kunde eine leistungsfähige Inneneinrichtung für die Wellpappenkiste“, berichtet Wellpappenexperte Hoch. „Bevor wir ins Spiel kamen, waren die Aufnahmen für die Hülsen mit den Wickelgütern aus Styropor. Das wurde aber auf dem Transport brüchig und musste ersetzt werden.“ Sein Team entwickelte Rollenaufnahmen aus Wellpappe, in die bis zu vier Rollen, die jeweils 30 bis 40 Kilogramm schwer sind, eingehängt werden können. Bei vier übereinander gestapelten Lagen passen so 16 Rollen in eine Faltkiste. „Eine effiziente Einstofflösung, die einen sicheren Transport gewährleistet und deutliche Umweltvorteile bietet“, versichert Hoch.

 

 

Optimierte Logistik-Effizienz

Ein Beispiel für eine effiziente und ökologische Inneneinrichtung für große Maschinenteile liefert Mondi Wellpappe Ansbach. „Bis unsere Verpackungsentwickler eine Lösung aus Wellpappe erarbeiteten, wurden die Ventile für Schiffsmotoren in formgeschäumten Polystyrol-Aufnahmen transportiert“, erläutert Gerald Dörzbach, Geschäftsführer des Unternehmens. Der Nachteil: hohe Fracht- und Lagerkosten aufgrund des großen Volumens dieser Formteile. „Bei der von uns entwickelten gestanzten Wellpappenaufnahme sieht die Leistungsbilanz deutlich besser aus“, sagt Dörzbach. Die Elemente können flachliegend und platzsparend angeliefert und gelagert werden; erst bei Bedarf wird die erforderliche Menge aus dem Lager entnommen und aufgerichtet. Dadurch verringert sich das Fracht- und Lagervolumen erheblich. Dörzbach: „Das hat neben dem wirtschaftlichen auch einen ökologischen Vorteil, denn eine bessere Raumnutzung auf der Ladefläche bedeutet auch weniger Lkw auf den Straßen.“

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