24.03.2016 – Wellpappe Report 1/2016

Damit Lebensmittel gut ankommen

Wellpappe sichert Qualität

 

Die deutschen Wellpappenhersteller, die im Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) organisiert sind, haben 2015 fast 7,5 Milliarden Quadratmeter Wellpappe abgesetzt, 200 Millionen Quadratmeter mehr als im Vorjahr. „Jeder dritte Quadratmeter wird dazu genutzt, Tütensuppen, Joghurtbecher und Bio-Äpfel zu verpacken und auf die Reise in den Einzelhandel zu schicken“, sagt VDW-Geschäftsführer Dr. Oliver Wolfrum. „Es gibt kaum einen Artikel im Supermarkt, der nicht in einer Wellpappenverpackung zum Point of Sale gelangt – immer häufiger bis ins Regal.“

 

Die passenden Transportverpackungen gewährleisten, dass dem Kunden im Einzelhandel Müslibeutel ohne Risse, Milchtüten ohne Knicke und Tomaten ohne Druckstellen angeboten werden können. In der Regel sorgt Wellpappe dafür, dass die Ware in der gewünschten Qualität im Regal ankommt – frisch und appetitlich. Mit einem Marktanteil von über 66 Prozent ist sie das mit Abstand wichtigste Material für Transportverpackungen; in der Lebensmittelindustrie liegt der Anteil noch höher. „Etwa 80 Prozent der in Deutschland transportierten Lebensmittel gelangen in Wellpappe verpackt zum Supermarkt, Discounter oder Warenhaus“, sagt Peter Feller, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Seiner Ansicht nach sind Wellpappenverpackungen wichtig für Lebensmittel. „Sie verhindern Transportschäden und damit unnötige Kosten und Ressourcenverluste.“

 

Nicht an der falschen Stelle sparen

Bei der Auswahl der geeigneten Verpackung ist allerdings unbedingt auf zweckmäßige Konstruktion und Qualität zu achten. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse des VDW belegt, dass unpassende Transportverpackungen in der Lieferkette erhebliche Mehraufwendungen durch Schäden zur Folge haben: über 300 Millionen Euro allein in den Verkaufsstellen des deutschen Einzelhandels. „Ursache ist oft eine falsch verstandene Sparsamkeit beim Kauf der Transportverpackungen“, erläutert Wolfrum. Seiner Ansicht nach kann die Wellpappe nur dann ihre volle Schutzwirkung entfalten, wenn sie allen Anforderungen entsprechend eingesetzt wird. „Wenn beim Tray an der Materialstärke und an der Seitenwandhöhe gespart wird, dann purzeln die Gurkengläser eben auf den Boden. Das verursacht vermeidbaren Aufwand und Kosten.“

 

Dabei geht es nicht nur um Totalschäden. Joghurtbecher mit Rissen im Deckel oder Schokoriegel mit Dellen verkaufen sich nicht, sondern bleiben im Regal liegen. Wolfrum legt Wert auf die Feststellung, dass hier nicht nur wirtschaftliche Kosten bedacht werden müssen. „Wir müssen ebenfalls die ökologischen Folgen berücksichtigen, etwa durch die Entsorgung der beschädigten Lebensmittel und den zusätzlichen Transport bei der Neuanschaffung der Waren.“ Wenn Verpackungen verhindern, dass Lebensmittel Schaden nehmen und ungenutzt entsorgt werden müssen, sei das der erste Schritt zur Nachhaltigkeit.

 

Richtige Verpackungen machen Sinn

Wellpappenverpackungen gewährleisten, dass der Verbraucher ein großes Angebot an Lebensmittelverpackungen vorfindet, die sicher, qualitativ hochwertig und hygienisch in den Handel gelangen. Auch Umweltorganisationen und Verbraucherschützer erkennen diese Leistung an, wie beispielsweise die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Sie stellt auf ihrer Website fest: „Der Einsatz von Verpackungen ist in vielen Fällen sinnvoll und kann dazu beitragen, dass Lebensmittel länger halten und damit weniger im Müll landet.“ Wolfrum bringt das auf eine einfache Formel: „Produktschutz ist Umweltschutz.“

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