22.12.2014 – Wellpappe Report 4/2014

Robuste Glücklichmacher

Versandpakete aus Wellpappe meistern Herausforderungen der Versandhandelslogistik

 

Der Paketzusteller klingelt und überreicht einer strahlenden jungen Frau ihre Bestellung. Soweit, so bekannt. Aber welchen Beitrag leistet eigentlich das Paket zum Shopping-Glück? Welche Wege legt es zurück und welche Belastungsproben muss es überstehen? Und welche Rolle spielt die Verpackung aus Wellpappe? Antworten auf diese Fragen gibt ein Besuch im Verteilzentrum von DPD in Erftstadt bei Köln.

Dort bestimmen braune und farbig bedruckte Wellpappenverpackungen das Bild. Morgens um 5:45 stehen Pakete in allen Größen und Formaten auf den Rollbahnen und dem Boden vor den Toren mit den Zustellfahrzeugen. „Täglich treffen hier bis zu 200.000 Pakete ein, die auf Lkws und Zustellfahrzeuge verteilt werden", erläutert Martin Klein, Niederlassungsleiter des DPD-Verteilzentrums Erftstadt. „Es sind zum einen Pakete an Geschäftskunden, aber auch Sendungen von Versandhandelsunternehmen, die von Verbrauchern in dieser Region bereits erwartet werden. Die meisten davon", sagt Klein, „sind in Wellpappe verpackt."

 

Stöße sind unvermeidlich

Die eingetroffenen Warensendungen werden in einem komplexen vollautomatischen Sortierprozess nach Zustellbereichen geordnet und an die zuständigen Fahrzeugladestationen befördert. Hier ist alles auf Effizienz und Schnelligkeit ausgelegt, doch das Unternehmen hält die Belastungen für die Versandeinheiten so gering wie möglich: Bänder und Rollenbahnen haben eingebaute Bremsen und sind so getaktet, dass Zusammenstöße von Paketen so gut wie nicht vorkommen.

„Trotzdem beansprucht der mechanische Umschlag im Depot natürlich die Verpackungen", sagt Klein. „Unsere Pakete sind bis zu 31,5 Kilogramm schwer. Sie müssen vernünftig gepackt und gepolstert sein, um Bewegungen im Inneren und daraus resultierende Beschädigungen zu vermeiden. Ist das Packgut nicht richtig fixiert, kann das Paket zum Beispiel kippen. In diesen Fällen ist eine stabile Außenverpackung besonders wichtig – und Wellpappe ist dafür besonders gut geeignet."

 

Wellpappe polstert effektiv

Eine Transportverpackung aus Wellpappe wirkt wie ein Airbag: Sie absorbiert die auftretenden Kräfte und polstert das Packgut im Innern. Richtig eingesetzt sind Wellpappenverpackungen die beste Reiseversicherung für Pakete auf dem Weg zum Online-Shopper oder Geschäftspartner. Entscheidend ist dabei, den richtigen Bedarf zu ermitteln und das passende Verpackungskonzept zu entwickeln. „Für uns, die Empfänger und natürlich den Versender ist es entscheidend, dass die Transportverpackung den Anforderungen entspricht", sagt Logistikexperte Klein. „Wir beraten unsere Kunden bei der Auswahl der richtigen Verpackung und führen dazu Workshops durch. Denn hier darf nicht am falschen Ende gespart werden, sonst wird es teuer für alle Beteiligten."

Im Depot füllen sich gegen 8:00 Uhr die Transporter mit vielen Kartons. Die ersten Lieferwagen verlassen das Gelände. Auch beim Handling durch die Mitarbeiter und während der Fahrt im Fahrzeug treten noch kleinere physikalische Belastungen auf, die das Paket wegstecken muss. Klein: „Die Zusteller wissen natürlich, wie sie mit den Versandstücken umgehen müssen. Aber bei einem versteckten Schlagloch oder einer Vollbremsung hilft manchmal nur noch eine stabile Transportverpackung." Damit bei der Paketübergabe der Glücksmoment nicht fehlt.

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