19.09.2014 – Wellpappe Report 3/2014

Wellpappe kreativ

Jungdesigner zeigen, was im Material steckt

 

Wellpappe kann – fast – alles. Wie man mit Wellpappe nicht nur Waren schützt, sondern die Wohnung einrichtet, eine Phantasiewelt für Kinder schafft oder Transporte mit dem Fahrrad erledigt, demonstrieren Nachwuchsdesigner beim Wettbewerb „Junge Welle“. Er richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Verpackungstechnologie, Design und Gestaltung und findet parallel zum Innovationspreis „Goldene Welle“ alle zwei Jahre statt.

In diesem Jahr wurden 14 Studierende der Hochschule Trier ausgezeichnet. Die Entwürfe der angehenden Kommunikationsdesigner beeindruckten die Jury durch die kreative Verwendung des Materials Wellpappe sowie durch die Alltagstauglichkeit der Produktideen. Daher würdigte Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des VDW, bei der Preisverleihung die Leistungen aller Teilnehmer: „Die Vielzahl unterschiedlichster Ansätze und deren gelungene Umsetzungen macht Sie alle zu Siegern.“ Die guten Ergebnisse sind auch auf die intensive Auseinandersetzung mit dem Werkstoff zurückzuführen. Die Studierenden bekamen von ihrer Dozentin Prof. Anita Burgard während des Wintersemesters 2012/2013 Zeit, um die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten von Wellpappe zu entdecken und Beiträge für den Wettbewerb zu entwickeln.

 

Beeindruckt von Funktionalität und Stabilität

So vielseitig wie das Material sind auch die Einreichungen der Preisträger: von Kinderspielzeug über Transportverpackungen bis hin zu schicken Wohnaccessoires und ganzen Möbelstücken. Die vielen positiven Eigenschaften des Werkstoffes haben die Nachwuchsdesigner bei der Entwicklung ihrer Beiträge zu schätzen gelernt. „Funktionalität, Preis, Design und Wiederverwertung. Dies lässt sich alles mit der Wellpappe vereinbaren, denn Wellpappe ist ein sehr universell einsetzbares Material. Sie erlaubt vielerlei Variation und das Be- und Verarbeiten ist sehr einfach“, erläutert Claudia Schomers, die ein Streifenrollo aus Wellpappe anfertigte.

Vor allem die hohe Belastbarkeit des Materials, die die unterschiedlichsten Konstruktionen erlaubt, heben die Studierenden durchweg positiv hervor. „Mich begeistert vor allem die Stabilität und Tragkraft des Materials. Diese beiden Eigenschaften machen Wellpappe in meinen Augen zu einer nachhaltigen und starken Alternative zum Werkstoff Holz“, meint Eva Schackmuth, die mit ihrem variablen Garderobensystem „Modula“ diesen Gedanken in die Tat umsetzte.

 

Begeistert von den Möglichkeiten

Die Designstudierenden haben mit ihren Beiträgen zur „Jungen Welle“ eindrucksvoll die Vorteile von Wellpappe als Werkstoff für die verschiedensten Anwendungsbereiche unter Beweis gestellt. Bei der Arbeit mit dem Material haben es die Teilnehmer als schicken Allrounder mit einer besonderen Ästhetik kennengelernt, was einige zuvor nicht vermutet hätten. Theresa Wiehr wurde von Wellpappe „wegen des leichten Umgangs, der vielen Steckmöglichkeiten und der ansprechenden, natürlichen Optik auf positive Weise überrascht.“ Die Studentin entwarf ein variables Tragesystem mit dem Namen „Alpaka“, das ein idealer Begleiter beim Einkauf ist und die Waren auf dem Gepäckträger eines Fahrrads sicher nach Hause bringt.

Die vielfältigen Möglichkeiten, die Wellpappe für Konstruktion und Gestaltung bietet begeisterten die Gewinner der „Jungen Welle“. Für Linda Langmaack, die für den Wettbewerb ein wandelbares Spielhaus mit pädagogischem Anspruch für Kinder entworfen hat, steht fest: „Das Material bietet viele Möglichkeiten und Einsatzbereiche. Es ist weit mehr als nur Verpackung. Und wenn man sich einmal mit der Beschaffenheit befasst hat, setzt es der Phantasie fast keine Grenzen.“

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