06.04.2011 – Wellpappe Report 1/2011

Lebensmittelindustrie vertraut Wellpappenverpackungen

Eine stabile Beziehungskiste: Jeder dritte verkaufte Quadratmeter Wellpappe dient als Transportverpackung für Milchkartons und Bonbontüten oder wird als Obst- und Gemüsetray zur Warenpräsentation von Äpfeln & Co eingesetzt.

 

Mit einem Anteil von 36 Prozent ist die Nahrungs- und Genussmittelindustrie die größte Abnehmerbranche der Wellpappenhersteller. „Im Bereich der Transportverpackung setzen wir ganz überwiegend Wellpappe ein; hier hat der Packstoff einen Anteil von über 80 Prozent", sagt Peter Feller, Geschäftsführer Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Und das, laut BVE, aus gutem Grund: „Lebensmittelverpackungen schützen Lebensmittel – im Lager, beim Transport und beim Einkauf. Deshalb müssen sie höchsten Sicherheitsanforderungen genügen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Verpackungen umweltverträglich sind. Die Wellpappe leistet gerade auch an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag."

 

Beitrag zur Lebensmittelqualität

Dass Lebensmittel in Wellpappe gut verpackt sind, wurde auf der Internationalen Grünen Woche Ende Januar 2011 anschaulich. Auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau präsentierten BVE und BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde) ihre Sonderschau „Genuss mit gutem Gefühl" in einem Stand, der einer Wellpappenverpackung nachempfunden war – bedruckt mit dem Öko-Signet der Wellpappenindustrie, das auf die vorteilhaften Umwelteigenschaften des Packstoffs hinweist. Den Einsatz dieser überdimensionalen Wellpappenverpackung erläutert ein BVE-Sprecher: 'Genuss mit gutem Gefühl' heißt, dass der Verbraucher darauf vertrauen kann, hochwertige und sichere Lebensmittel zu bekommen. Verpackungen leisten dazu einen wichtigen Beitrag – ohne Verpackungen wäre unser Qualitätsversprechen bei 170.000 verschiedenen Produkten in puncto Sicherheit, Haltbarkeit und Vielfalt schlicht nicht zu erfüllen."

 

Gewünscht: Verpackungen aus Recyclingmaterial

Um das Qualitätsversprechen einzulösen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, vertrauen große Markenartikelhersteller auf Verpackungen aus Recyclingstoffen. Marc Engel, Chief Procurement Officer bei Unilever, erläutert die Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens so: „Wir sind fest entschlossen, gemeinsam mit unseren Lieferanten den Anteil an Papier- und Kartonverpackungen aus Recyclingmaterial oder nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zügig auszubauen, so dass wir unser ambitioniertes Ziel auch erreichen." Auch Nestlé hält in seinen Nachhaltigkeitsrichtlinien zum Aspekt Verpackungen ausdrücklich fest: „Wir sind bestrebt, Recyclingmaterial zu nutzen." Ferrero stellt deutlich die Bedeutung des Recyclinganteils in der Wellpappe für die ökologischen Ambitionen des Unternehmens heraus: „Ferrero legt sehr großen Wert darauf, Umwelt und Ressourcen zu schonen. Daher weist die bei Ferrero eingesetzte Wellpappe einen Altpapieranteil von ca. 85 bis 90 Prozent auf."

 

Verbraucher wollen Wellpappe

Kein Wunder, dass Wellpappenverpackungen in der Lebensmittelbranche erste Wahl sind. BVE-Geschäftsführer Feller: „Wellpappe ist bekanntermaßen sehr umweltverträglich. Das liegt daran, dass sie zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen angefertigt wird und die Pappe nach Gebrauch zu 100 Prozent wieder recycelt werden kann." Mit dieser Einschätzung trifft die Lebensmittelindustrie die Meinung der Verbraucher. Die wollen nämlich recyclingfähige Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen – wie zum Beispiel Wellpappe. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis gekommen: Vier von fünf Befragten halten Papier und Karton für umweltfreundlicher als Kunststoff, und drei Viertel finden, dass Verpackungen aus Papier und Pappe ökologisch sinnvoll sind.

 

Übrigens: Der VDW hat auf der Internationalen Grünen Woche Verbraucher nach ihrer Einschätzung von Verpackungen befragt. Zu sehen sind die Interviews auf der Startseite der Website des VDW unter www.wellpappen-industrie.de.

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