10.12.2010 – Wellpappe Report 4/2010

Gesucht, gefunden: Easy Identification mit Verpackungen aus Wellpappe

Große Supermärkte führen bis zu 40.000 Produkte – zumindest theoretisch. Denn oftmals gelangen sie gar nicht ins Verkaufsregal. Der Grund: Waren bleiben im Filiallager liegen, da sie von den Mitarbeitern schlicht und einfach nicht gefunden werden.

 

Um diesen Missstand zu beheben, startete Unilever Deutschland gemeinsam mit Metro sowie Tesco und Carrefour eine Initiative zur besseren Kennzeichnung von Verpackungen. Im Mittelpunkt des Easy Identification Projekts: bedruckte Transportverpackungen aus Wellpappe.

 

Kennzeichnungen verbessern

„Je kürzer die Mitarbeiter in den Filiallägern nach Ware suchen müssen, desto mehr erhöht sich die Regalverfügbarkeit, sprich: die Warenpräsenz", erläutert Frank Zimmermann, Kundenservicemanager bei Unilever Deutschland. Gleichzeitig betont er die wirtschaftlichen Hintergründe: „Eine Reduzierung der Bestandslücken in den Verkaufsregalen um drei Prozent bringt etwa ein Prozent mehr Umsatz".

 

Die Wellpappe bietet beste Voraussetzungen, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Ihre Oberflächen lassen sich sowohl im Flexo- als auch im Offset-Verfahren hervorragend bedrucken und kostengünstig mit allen notwendigen Kennzeichnungen versehen. Die stetig steigende Nachfrage nach mehrfarbig bedruckter Wellpappe bestätigt, dass die Kommunikationsleistung des Packstoffs bekannt ist. Allerdings mangelt es in der Praxis häufig an einer konsequenten Nutzung dieser Vorteile.

 

So kommt es immer wieder zu Problemen bei der Identifizierung im Lager. Denn aufgereihte, kommissionierte Mischpaletten oder Regalfluchten in Handelslagern erscheinen oft als großflächige Wände aus braunen Transportkartons. Schriftgrößen von Produktbezeichnungen sind zum Teil so klein, dass wichtige Informationen schon bei einem Meter Abstand nicht mehr erkannt werden können. Zudem fehlen oft Bilder und Symbole, die Orientierung geben könnten.

 

Einfache Identifizierung durch optimiertes Design

Zimmermann und seinen Partnern stellte sich vor diesem Hintergrund eine grundlegende Frage: „Was können wir besser machen, um die Kartons einfacher und schneller zu identifizieren?" Die Antwort darauf erarbeitete das Team am konkreten Beispiel von Verpackungen aus dem Home & Personal Care-Bereich, deren Regalverfügbarkeit gesteigert werden sollte.

 

Der gemeinsamen Ermittlung von Problemfeldern schlossen sich eine umfassende Prozessanalyse sowie zahlreiche Marktbesuche an. Hier ermittelten Fachleute die Bedürfnisse der Mitarbeiter vor Ort durch einen Fragebogen, der sich in erster Linie auf Design und Gestaltung der Verpackungen bezog. Auf Basis dieser Erhebungen erstellte das Forscherteam Richtlinien für ein überarbeitetes Design.

 

Folgende Elemente sollten demzufolge klar und deutlich auf der Verpackung zu sehen sein:

• Markenname

• Produktbezeichnung (z. B. „Deo")

• Anzahl der enthaltenen Produkte (z. B. „6 x 2 x 150ml")

 

Stilisierte Produkt-Abbildungen ergänzen die Anforderungsliste: „Ganz wichtig ist, dass man die Artikel-Silhouette auf dem Umkarton abdruckt", erklärt Zimmermann, denn: „Bilder sagen oft mehr als Worte."

 

Mitarbeiter profitieren

„Die neue Gestaltung der Transportkartons erleichtert das Finden und Verräumen in den Filialen", so das Fazit von Zimmermann. „90 Prozent der Mitarbeiter sehen sie als Erleichterung bei ihrer täglichen Arbeit an". Nach dem Erfolg der gemeinsamen Bemühungen wendet Unilever die neuen Kennzeichnungsrichtlinien nun bei jeder neuen Verpackungsumstellung an. Auch die übrigen Beteiligten des Easy Identification Projektes zeigten sich von den Ergebnissen beeindruckt: Künftig soll die Zusammenarbeit auch auf andere Verpackungsbereiche ausgeweitet werden.

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Martin Petrich

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