31.03.2010 – Wellpappe Report 1/2010

Wellpappenindustrie: Umsatzeinbußen und Kostenanstieg setzen Unternehmen unter Druck

Die Wirtschaftskrise 2009 mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 5 Prozent hat auch in der Wellpappenindustrie ihre Spuren hinterlassen.

 

Wie der Verband der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW) am 18.3.2010 in seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt mitteilte, verzeichnete die gesamte Branche im abgelaufenen Jahr erhebliche Absatz- und Umsatzeinbußen.

 

Für die VDW-Mitgliedsunternehmen, deren Kapazität etwa 80 Prozent der deutschen Wellpappenproduktion abdeckt, bedeutet dies einen Rückgang beim Absatz ihrer Produkte um 6,3 Prozent. Mit 6,6 Milliarden Quadratmetern wurden insgesamt 441 Millionen Quadratmeter weniger Wellpappe abgesetzt als 2008.

 

Weniger verkauft zu niedrigeren Preisen

"Unsere Mitgliedsunternehmen haben nicht nur weniger Wellpappe verkauft – sie mussten das auch noch zu schlechteren Konditionen tun", sagt Norbert Julius, Vorsitzender des VDW. Betrug der durchschnittliche Erlös im Januar 2009 noch 50,1 Cent pro Quadratmeter Wellpappe, sanken die Erlöse im Jahresverlauf um 10,4 Prozent und lagen im Dezember gerade noch bei 45,8 Cent.

Entsprechend drastisch gestaltete sich die Umsatzentwicklung in 2009. Mit einem Negativrekord von minus 20 Prozent im zweiten Quartal, betrug der Umsatzrückgang im Jahresdurchschnitt besorgniserregende 16 Prozent.

 

Als Ursache für die schlechte Umsatzsituation nennt der VDW die starken Schwankungen bei den Rohstoffkosten. Julius: "Verzeichneten unsere Mitgliedsunternehmen in der ersten Jahreshälfte noch leicht fallende Papierpreise, konnten die Hersteller von Wellpappenrohpapier von Juli bis Dezember Preiserhöhungen um bis zu 40 Prozent durchsetzen. Diese Verteuerung unseres wichtigsten Rohstoffs, der etwa 50 Prozent der Produktionskosten unserer Industrie ausmacht, stellt die Wellpappenindustrie vor große Herausforderungen."

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Martin Petrich

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