19.08.2008 – Wellpappe Report 3/2008

ACNielsen-Untersuchung belegt: Verbraucher verlangen umweltverträgliche Verpackungen

Umweltverträgliche Verpackungen spielen im Bewusstsein der Verbraucher eine immer größere Rolle.

 

Dies ist ein zentrales Ergebnis einer Studie der Marketingberatung ACNielsen. Das Institut hatte im Rahmen einer Online-Befragung zu Jahresbeginn 26.000 Verbraucher in 47 Ländern befragt.

 

Umweltgerechte Verpackungen zunehmend gefragt

Die internationale ACNielsen-Untersuchung mit dem Titel: „Packaging and the Environment" zeigt, dass besonders in Ländern mit hohem Öko-Bewusstsein der Bedarf an Verpackungen mit minimaler Umweltbelastung steigt. „Recyclingfähig", „biologisch abbaubar" und „sicher zu entsorgen" seien in solchen Ländern wichtige Attribute, die die Verpackung für die Konsumenten erfüllen muss. Daher würden statt Plastik und Styropor Materialen wie Karton, Papier oder Glas bevorzugt. „Kunststoffe, die nicht wieder verwertbar sind oder deren chemische Zusammensetzung zu Verfärbungen oder verminderter Produktqualität führen können, geraten langsam aber sicher ins Abseits", so Michaela Hockenberger, Director Marketing & Corporate Communications bei ACNielsen Deutschland.

 

Die Untersuchung hat weiterhin ermittelt, dass bis zu 60 Prozent aller Konsumenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereit sind, aus Umweltgründen auf bestimmte Verpackungseigenschaften zu verzichten. Der Umweltschutz sei den Konsumenten in allen drei Ländern wichtiger als Wiederverwendbarkeit, leichter Transport sowie gute Stapel- und Lagerfähigkeit. „Verbraucher weltweit fordern von Einzelhändlern und Konsumgüterherstellern mehr Engagement für den Umweltschutz. Verpackungen stehen dabei zwar momentan noch nicht auf Platz eins der Prioritätenliste, aber die Tendenz ist klar vorhanden und kann von der Lebensmittelindustrie nicht ignoriert werden", so Hockenberger.

 

Im Trend: Wellpappe mit „grünem Image"

Wellpappe hat das Image einer sehr umweltverträglichen Verpackung. Das jedenfalls glauben Entscheider aus Industrie, Handel und Politik, wie eine letztjährige Emnid-Studie ergeben hat. Von 500 Befragten bescheinigten 88 Prozent der Wellpappe, dass sie nach Gebrauch leicht zu entsorgen sei. Drei Viertel waren von ihrer kostengünstigen Wiederverwertbarkeit überzeugt, und zwei Drittel meinten, dass die Verwendung von Wellpappe die Umweltressourcen schone. 70 Prozent der Befragten waren von einer günstigen Ökobilanz des Naturprodukts Wellpappe überzeugt. Nur etwa ein Viertel glaubte, dass zur Produktion und Wiederverwertung von Wellpappe ein hoher Energieaufwand notwendig sei.

 

Die positive Wahrnehmung hat gute Gründe, denn die Wellpappe ist ein echtes Naturprodukt: Sie hat einen natürlichen Ursprung – Holz – und wird aus Papier und Stärkeleim hergestellt. Als wertvoller Rohstoff werden gebrauchte Transportverpackungen aus Wellpappe in Deutschland nahezu vollständig wiederverwertet. Nach den Zahlen des Verbandes Deutscher Papierfabriken liegt die Recyclingquote sogar bei über 100 Prozent, weil dabei auch die nach Importen im Land verbleibenden Verpackungen berücksichtigt werden. Rund 75 Prozent aller Papiere zur Herstellung der Wellpappe bestehen heute aus recyceltem Altpapier. Wie kaum ein anderer Packstoff erfüllt Wellpappe damit die Anforderungen einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft – ganz im Sinne der Politik sowie von Verbrauchern und Entscheidern aus Industrie und Handel.

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Martin Petrich

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