10.10.2007 – Wellpappe Report 3/2007

Innovationspreis „Goldene Welle“

Effiziente Kreativität macht den Unterschied

 

Kreative und effiziente Lösungen für Transport- und Verkaufsverpackungen aus Wellpappe: Sie standen beim diesjährigen Innovationspreis „Goldene Welle" des Verbandes der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW) im Mittelpunkt. Unter knapp 80 Exponaten wählten die Jurymitglieder die Sieger aus, wobei den Experten die Wahl aufgrund der hohen Qualität alles andere als leicht fiel.

 

Felgenverpackung vor Bechersteige: Die prämierten Transportverpackungen

In der Leistungsgruppe 1, in der Transportverpackungen bewertet wurden, hieß der Sieger Smurfit Kappa Verpackungen GmbH. Das Unternehmen aus Feucht überzeugte die Jury mit einer Einzelverpackung für Aluminiumfelgen. Eine gestanzte Einlage fixiert die Felge mittig in der Verpackung und sichert sie so optimal gegen Verrutschen. „Mit geringem Materialeinsatz wird eine maximale Schutzwirkung erzielt", befand die Jury und zeigte sich beeindruckt von der „simplen Lösung" und der „konsequenten Umsetzung". Selbst nach mehreren Falltests bleibt die Felge sicher in der Verpackung fixiert und ist damit auch für den Einzelversand hervorragend geeignet.

 

Die Bechersteigen der Panther Packaging GmbH & Co. KG aus Tornesch weisen eine Materialersparnis von bis zu 25 Prozent gegenüber herkömmlichen Steigen auf. Sie belegten den 2. Platz bei den Transportverpackungen. Neben der Ersparnis bei Material- und Frachtkosten waren es vor allem das einfache Handling, die vielseitige Verwendbarkeit und der Transportschutz, die die Verpackungsexperten honorierten. „Mit dieser Steige wird allen relevanten Anforderungen von Industrie und Handel Rechnung getragen", lautete das abschließende Urteil.

 

Mit ihrer einzelversandfähigen Verpackung für ein Set mit 2 Tassen und 2 Tellern erreichte die SCA Packaging Deutschland aus Nördlingen den dritten Rang. Ausschlaggebend waren die guten Produktschutz-Eigenschaften bei geringem Materialeinsatz. Die hervorstehenden Nasen des gefalteten Wellpappenzuschnitts dienen als „Abstandhalter" zwischen Ware und Verpackung, so dass der bruchempfindliche Inhalt keinerlei Kontakt zur Außenverpackung hat. Diese Konstruktion macht mehrere Lagen Wellpappe oder andere Materialien zur Polsterung überflüssig und erlaubt ein schnelles Einwickeln der Tassen und Teller.

 

Absatzförderung im Fokus: Kreative Hingucker entscheidend

Erster Platz für einen echten Hingucker: Das Verkaufsdisplay für Sparlampen von der Thimm Display GmbH, Wörrstadt, sicherte sich die Pole Position in der Leistungsgruppe „Verkaufsförderung". Der Aufsteller überzeugte die Jury vor allem durch seine originelle Form- und Farbgebung, die einer Sparlampe nachempfunden ist und am Point of Sale für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt. Dazu kommen praktische Vorteile: Der Abverkauf kann von vier Seiten erfolgen, so dass sich das Display mitten im Raum aufstellen lässt.

 

Die Wahl des zweiten Platzes fiel auf die Senseo Choices Verpackung von Gissler & Pass, in der 10 Sorten Senseo Kaffeepads Platz finden. Die Trayverpackung des Jülicher Unternehmens besteht aus nur einem Zuschnitt, der so raffiniert gefaltet wird, dass sich der hochwertige Druck auf allen Verpackungsseiten – innen wie außen – wiederfindet. Hoher Wiedererkennungswert und Abbildung aller relevanten Informationen für die Verbraucher zeichnen diese Verpackung ebenso aus wie die hochwertige Gestaltung und exzellente Verarbeitung.

 

Rang drei belegte das Verkaufsdisplay für Varta Batterien, entwickelt von der Thimm Display GmbH aus Wörrstadt. Es sorgt für einen durchgängigen Markenauftritt und unterstreicht die Markenbotschaften durch den hochwertigen Verpackungsdruck. Ein besonders hoher Wiedererkennungswert wird durch prägnante Displayelemente geschaffen, vor allem dem gelben Varta-Pfeil, der die Fächer mit den Verkaufseinheiten umgibt. Der Sockel des Aufstellers lässt sich durch nur einen Handgriff aufrichten, was ein einfaches Handling am Point of Sale ermöglicht. Durch den modularen Aufbau ist das Display für unterschiedliche Artikelgruppen des Herstellers einsetzbar.

 

Sonderpreise für besondere Leistungen

Neben den Hauptgewinnern konnten sich in diesem Jahr zwei weitere Teilnehmer über Sonderpreise freuen. Die Jury vergab diese Auszeichnungen für besondere Verpackungen, deren Innovationen mit dem angewandten Bewertungsverfahren nicht zu würdigen waren.

In der Gruppe der Verkaufsverpackungen ging der Sonderpreis an eine Asbach-Geschenkverpackung der STI Gustav Stabernack GmbH aus Lauterbach. Damit honorierte die Jury die außerordentlich attraktive und aufwändige Gestaltung der Verpackung: sechsfarbig offsetveredelte F-Welle, UV-Lackierung, Goldfolienprägung und als Blickfang jeweils ein Lenticularetikett auf Vorder- und Rückseite. Diese vermitteln einen Hologramm-Effekt, der den Premium-Charakter des Produktes zusätzlich unterstreicht.

 

Die Panther Packaging GmbH erreichte nach ihrem 2. Platz in der Leistungsgruppe Transportverpackung einen Sonderpreis in derselben Kategorie für ihre RFID-Verpackung. Hier war die automatisierte Integration des Transponders in die Wellpappe ausschlaggebend für das Urteil der Jury. Durch das neu entwickelte Verfahren ist der RFID-Chip durch die darüber liegende Papierbahn geschützt und von außen unsichtbar; Verpackungsgestaltung und Druck werden nicht eingeschränkt. „Die automatisierte Einbringung des Transponders in die Wellpappe reduziert den Handlingaufwand und damit die Kosten und stellt den ersten Schritt zur kommunizierenden Verpackung dar", urteilte die Jury.

 

Niveau spiegelt Leistungsfähigkeit der Branche wider

Der diesjährige Innovationspreis „Goldene Welle" bestätigte erneut den hohen Standard der deutschen Wellpappenindustrie. Mit den zahlreichen Einsendungen stellten die Wellpappenhersteller die Vielseitigkeit und das breite Einsatzspektrum ihres Produkts eindrucksvoll unter Beweis. Durch Zusammenlegung der zuletzt getrennt voneinander durchgeführten Einzelwettbewerbe „Transportverpackung" und „Verkaufsförderung" konnte die Vielfalt des universellen Packstoffs noch deutlicher hervorgehoben werden.

 

Zur Jury für den Bereich Transportverpackungen gehörten in diesem Jahr Dr. Thomas Goedecke (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung), Peter Hambuch (Procter & Gamble GmbH), Kai-Uwe Jessen (Motorola GmbH), Peter Niggemeier (REWE), Holger Ossenberg-Engels (Robert Bosch GmbH), Fritz R. Rimkus (ehemals Merck KgaA), Jürgen Vatter (United Parcel Service) und Sibyl Weidner (Stollwerck AG).

 

Die Verkaufsverpackungen wurden beurteilt von Alfred Bartosch (Forum Wellpappe Austria), Ute von Buch (Creativ Verpacken), Rolf Ellwanger (Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg), Timothy Glaz (Markenverband e. V.), Oliver Piffaretti (Bourquin SA) und Karl Scheck (Seeberger KG).

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Martin Petrich

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