15.06.2007 – Wellpappe Report 2/2007

Wellpappe setzt Erfolgskurs fort

Absatz steigt im ersten Quartal 2007 um 7,7 Prozent

 

Wellpappe ist gefragter denn je. Mit 1,89 Milliarden verkauften Quadratmetern im ersten Quartal 2007 verbesserten die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW) das Vorjahresergebnis um 6 Prozent (arbeitstäglich bereinigt um 7,7 Prozent). Die verbandseigene Prognose in Höhe von 5 Prozent vom Jahresbeginn übertrafen die Wellpappenhersteller deutlich, die Vorhersagen der Wirtschaftsinstitute für das Wirtschaftswachstum in Deutschland – 2,4 Prozent – lässt die Branche weit hinter sich. „Damit setzt die deutsche Wellpappenindustrie die erfreuliche Entwicklung des vergangenen Jahres fort", freut sich Angelika Christ, Geschäftsführerin des Verbandes der Wellpappen-Industrie.

 

Wellpappe mit überdurchschnittlichem Wachstum

2006 schloss die Wellpappenindustrie mit einer Rekordmarke ab. Der Absatz übertraf erstmals die Grenze von 8 Milliarden Quadratmetern: Mit 8,2 Milliarden Quadratmetern verkaufte die Branche 630 Millionen Quadratmeter oder gut 8 Prozent mehr als 2005. Damit übertraf die Wellpappenindustrie im vergangenen Jahr die Wachstumsrate der deutschen Volkswirtschaft in Höhe von 2,7 Prozent um das Dreifache.

 

Die Erlöse der Verbandsmitglieder stiegen im ersten Quartal 2007 durchschnittlich um 7,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2006. Im Vergleich zum letzten Vierteljahr 2006 beträgt das Wachstum 2,4 Prozent. Damit liegen die Erlössteigerungen etwas über dem Niveau, das die Wellpappenhersteller bereits 2006 erreichen konnten. „Mit der Erlössituation können wir trotzdem nicht zufrieden sein", erläutert Angelika Christ. „Obwohl die Branche für ihr Produkt inzwischen bessere Preise erzielt, können die Erhöhungen nicht die enormen Preissteigerungsraten der Lieferanten ausgleichen. Vielmehr öffnet sich die Schere zwischen Papierpreis- und Wellpappenpreiskurve immer weiter."

 

Kostendruck verteuert Wellpappe

Wellpappenrohpapier macht den größten Kostenblock der Industrie aus. Bis zum März 2007 sind die Preise dafür seit dem Tiefstand im September 2005 um rund 35 Prozent gestiegen. Davon betroffen sind alle in der Wellpappenindustrie eingesetzten Papiersorten. So stiegen die Preise für braunen Kraftliner im genannten Zeitraum um 27 Prozent, für Testliner III um 49 Prozent und für Wellenstoff um über 50 Prozent. „Ein Ende der Preisspirale ist nicht abzusehen", so Christ weiter, „zumal die Nachfrage der Wellpappenindustrie weiter steigt. Unsere Auftragsbücher sind voll." Nach den Regeln des Marktes wird Wellpappe also künftig teurer werden.

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Martin Petrich

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