26.03.2007 – Wellpappe Report 1/2007

Kommt hundertprozentig wieder: das Kreislaufprodukt Wellpappe

Was gut ist, kommt wieder: Das gilt erst recht für die Wellpappe.

 

Denn der im Sektor Transportverpackungen mit 70 Prozent Marktanteil führende Packstoff erfüllt vorbildlich die Anforderungen einer funktionierenden Kreislaufwirt-schaft. Hintergrund und Garantie für die langfristige Stabilität des Stoffkreislaufs Wellpappe ist seine wirtschaftliche Logik: Gebrauchte Wellpappe ist ein begehrter Rohstoff für die Papierproduktion und ein wertvolles Handelsgut. Aufgrund der Nachfrage und der je nach Marktlage zu erzielenden Verkaufserlöse wird Wellpappe an den Anfallstellen z.B. in Warenhäusern sortenrein erfasst und über den Altpapierhandel an Papiererzeuger verkauft.

 

Perfekter Kreislauf – nachwachsender Rohstoff

Wellpappe wird aus Papier hergestellt. Der für die Papierproduktion erforderliche Zellstoff stammt aus Holz, also einem pflanzlichen und damit nachwachsenden Rohstoff. Damit punktet die Wellpappe schon vor ihrer Herstellung bei vielen Umwelt- und Energieexperten. Sie sehen im Einsatz solcher Rohstoffe einen wichtigen Beitrag, um die knapper werdenden fossilen Ressourcen zu schonen. Das Holz, aus dem der für die Papiererzeugung erforderliche Zellstoff gewonnen wird, bindet während seines Wachstums CO2 aus der Luft. Werden nach wiederholtem Recycling verbrauchte Papierfasern aus dem Produktionsprozess ausgeschleust, können sie zur Energiegewinnung oder Kompostierung eingesetzt werden. Dabei geben sie genau die Menge an Kohlendioxid frei, die zuvor während des Baumwachstums der Atmosphäre entzogen wurde – Wellpappe ist also klimaneutral.

 

Wellpappenrohpapiere aus Frischfasermaterial verwenden die Verpackungshersteller allerdings nur bei Produkten mit besonders hohen Anforderungen an die Festigkeit. Viel verbreiteter sind Wellpappenerzeugnisse auf Recyclingbasis: Heute bestehen die meisten Papiere zur Herstellung von Wellpappe zu über 75 Prozent aus recyceltem Altpapier; die Wellpappenindustrie ist damit einer der wichtigsten Altpapierverwerter in Deutschland. Durch besonders faserschonende Aufbereitungstechniken bleibt die hohe Qualität dieses Materials für die vielfache Wiederverwertung erhalten.

 

Starke Gemeinschaft: RESY sichert Stoffkreislauf

Dafür, das der Stoffkreislauf funktioniert, sorgt das Recyclingsystem RESY, eine starke Gemeinschaft aus Wellpappenherstellern, Altpapierentsorgern und Erzeugern von Wellpappenrohpapier. Eine mit dem RESY-Symbol bedruckte Verpackung ist garantiert recyclingfähig und wird von den Partnern der RESY Organisation für Wertstoffentsorgung GmbH zurück genommen. Eine Verwertungsgarantie der Papierher-steller sichert schließlich die stoffliche Verwertung des Materials zu neuem Papier, das unter anderem als Rohstoff für die Wellpappenproduktion dient – so schließt sich der Kreis.

 

Aufgrund ihrer ökologischen Eigenschaften erfüllt Wellpappe mühelos umweltpolitische Forderungen. Die vielleicht bekanntesten beschäftigen sich mit dem Thema Verpackungs-abfall: Als Bestandteil des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes verfolgen die Regelungen der Verpackungsverordnung das Ziel, die Umweltbelastungen aus Verpackungsabfällen zu verringern und die Wiederverwendung oder Verwertung von Verpackungen zu fördern. 65 Prozent der Verpackungsabfälle (bezogen auf die Masse) müssen seit dem 30. Juni 2001 verwertet werden, die vorgeschriebene Verwertungsquote für Papier, Pappe und Karton beträgt 70 Prozent. Dies ist ein Wert, den die Wellpappenindustrie auch schon erreichte, als die Vokabel „Umwelt" noch keinen Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden hatte. Was gut ist, kommt eben immer wieder.

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Martin Petrich

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