26.03.2007 – Wellpappe Report 1/2007

Das passt: Common-Footprint-Verpackungen für beste Raumnutzung

Jedes Jahr sind in Europa etwa 77 Millionen Tonnen an Obst und Gemüse auf dem Weg vom Erzeuger bis zum Verbraucher. Und die müssen nicht nur sicher, sondern auch wirtschaftlich transportiert werden.

 

Denn die Strecken sind lang, wenn etwa die im spanischen Almeria geernteten Tomaten ihre Reise nach Hamburg antreten. Verschenkter Raum kann dabei richtig teuer werden. Die beste Lösung sind Wellpappensteigen nach den FEFCO-Standards CF1 (600 x 400 mm) und CF2 (400 x 300 mm). Sie lassen sich besonders sicher und effizient auf Mischpaletten stapeln.

 

Variabel und sicher stapeln mit Common Footprint

CF steht für Common Footprint („einheitliche Grundfläche"). Die FEFCO, der europäische Verband der Wellpappenhersteller, hat sich mit der Einführung dieses Standards an den Abmessungen der üblichen Euro-Paletten orientiert. So ermöglicht das Stecksystem das Stapeln von CF1- und CF2-Steigen verschiedener europäischer Hersteller auf einem Ladungsträger. Tomaten, Äpfel, Melonen und Kiwis von unterschiedlichen Produzenten können daher in variierenden Anteilen auf einem Ladungsträger platziert werden – ohne Überhänge oder Lücken. Das sorgt nicht nur für eine optimale Ausnutzung des Raumes, sondern auch für einen sicheren Stapel. Die Höhe der Steigen bleibt beim CF-System variabel, d.h. sie kann passend für jede Fruchtsorte ausgewählt werden. Dies bietet einen weiteren Vorteil für den Kommissionierer, der beim Bestücken noch mehr auf die einzelnen Wünsche seiner Kunden eingehen kann.

 

Palettenauslastung in der Praxis: Untersuchungen belegen Vorteile der Wellpappe

Eine aktuelle Untersuchung des spanischen Wellpappenverbandes Afco verdeutlicht die Effizienzvorteile der Wellpappensteigen beim Packen sortenreiner Paletten im Vergleich zu Kunststoffbehältern. Eine Kalkulation für den Versand von Tomaten in 7-kg-Steigen von Spanien nach Deutschland weist einen klaren Vorteil für Wellpappen-CF-Steigen gegenüber Mehrwegsteigen aus: Bei einer Gesamternte von 2,29 Millionen Tonnen Tomaten in Spanien würden 3,85 Millionen Paletten mit 7-kg-Mehrwegsteigen aus Kunststoff benötigt, aber nur 2,73 Millionen Paletten mit 7-kg-Wellpappensteigen. Das sind 1,12 Millionen Paletten weniger und entspricht einem 41-Prozent-Vorteil für die Wellpappe. Im Vorteil ist dabei auch die Umwelt, denn weniger Paletten bedeuten weniger benötigte Lkw und einen reduzierten CO2-Ausstoß.

 

Bereits vor drei Jahren hatte eine Studie der französischen Erzeugerverbände die Vorzüge der Wellpappe belegt – ebenfalls im direkten Vergleich am Beispiel des Tomatenversandes. Für den Transport des französischen Jahresverbrauchs von 750 Kilotonnen Tomaten würden demnach 107,14 Millionen Steigen benötigt. Für Mehrwegsteigen galt: Bei einer maximalen Ladehöhe von zwei Metern pro Palette können zwischen 75 und 85 Steigen geladen werden. Mit Einwegsteigen aus Wellpappe werde die Palette jedoch besser genutzt, darauf fänden 95 Wellpappentrays Platz. Die Anzahl der benötigten Paletten schwanke demnach bei den Mehrweglösungen zwischen 1,26 und 1,42 Millionen, bei Wellpappentrays betrüge sie lediglich 1,12 Millionen.

 

Weltweit wirtschaftlich

Die Common-Footsprint-Steigen sind nicht nur in Europa gefragt, sondern auf dem besten Weg, ein weltweit akzeptierter Standard zu werden. So haben sich auch die US-Hersteller mit dem Thema befasst und in eigenen Untersuchungen Effizienzpotenziale ermittelt. Beim Transport von Weintrauben, Steinobst (z. B. Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen) und Erdbeeren wurden dabei die Wellpappen-CF- mit den Kunststoffsteigen verglichen. In CF-Steigen konnten demnach 6 Prozent mehr Weintrauben, 9 Prozent mehr Steinobst sowie 11 Prozent mehr Erdbeeren transportiert werden. Der Grund liegt genau wie bei den europäischen Studien in der besseren Auslastung der Ladungsträger – Wellpappensteigen sind eben weltweit wirtschaftlicher.

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Martin Petrich

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