22.08.2005 – Wellpappe Report 3/2005

Jacke wie Hose: Transportverpackungen aus Wellpappe machen Textilien fit für die Reise

Mode geht um die Welt. In Barcelona, Kapstadt und Tokio tragen Anwälte die gleichen Anzüge und Jogger die gleichen Hosen, oft angefertigt in China oder Osteuropa.

 

Der Handel blüht, alleine in Deutschland nahm der Außenhandel mit Textilien und Bekleidung nach Angaben des Gesamtverbandes Textil und Mode in diesem Jahr deutlich zu. So stiegen im Mai die Einfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, während die Ausfuhren um 7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zulegten. Der verstärkte Handelsaustausch bedeutet, dass unzählige Kleidungsstücke auf der Reise um die halbe Welt ihre Zielorte unversehrt erreichen müssen. Eine leistungsfähige Reiseversicherung ist auch in diesem Segment die Transportverpackung Nr. 1 – Wellpappe.

 

Viel Stoff für unterwegs

Der Weg der Textilien von der Produktion bis auf den Kleiderbügel des Modegeschäfts ist lang: Der Stoff für eine Rüschenbluse entsteht häufig in China oder Pakistan, die Fertigung erfolgt in Ländern wie der Türkei oder Rumänien. Wenn das Stück dort die Näherei verlässt, wird es verpackt und nach Deutschland transportiert. Dort finden erste Qualitätskontrollen statt, bei denen oftmals abgerissene Knöpfe und zerknitterte Textilien bemängelt werden. Die Ware wird dann erneut zur Veredelung verfrachtet (meist nach Nordafrika), dort gebügelt und für den Verkauf aufbereitet. Anschließend gelangt das Kleidungsstück per Schiff und Lkw zurück nach Deutschland in die Läger und anschließend in die Boutiquen und Warenhäuser.

 

Unversehrt reisen heißt bei Kleidungsstücken zunächst faltenfrei reisen, denn die Aufbereitung von zerknitterten Textilien kostet Zeit und Geld. Auch eine Durchfeuchtung der Textilien muss die Transportverpackung verhindern – bei einem Versand aus tropischen und subtropischen Klimazonen wie Hongkong, Singapur, Shanghai und Jakarta mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 Prozent eine besondere Herausforderung. Auf Dauer sind Textilien bei einer relativ stabilen Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent sowie Temperaturen von 17 bis 21 Grad Celsius am besten aufgehoben. Starke Schwankungen bei diesen Werten und extreme Abweichungen fördern die textile Alterung und den Zerfall. Außerdem schaden UV- und direktes Tageslicht.

 

Optimaler Schutz durch Wellpappe

Wellpappenhersteller bieten speziell für den Textilversand konstruierte Verpackungen an, die einen knitterfreien, trockenen und lichtgeschützten Transport ermöglichen. Eine für diesen Zweck maßgeschneiderte Verpackungslösung besteht aus einer besonders robusten Wellpappenkonstruktion. Sie weist eine hohe Berstfestigkeit auf und kann ohne Stabilitätsverlust Luftfeuchtigkeit von innen aufnehmen, so dass die Kleidungsstücke trocken bleiben. Der Palettenboden der speziellen Textilverpackung weist zusätzlich Lüftungsschlitze auf, so dass sich die Innen- der Außentemperatur anpasst. Damit wird die Bildung von Kondenswasser und eine Durchfeuchtung der Ware verhindert. Die Kleidungsstücke selbst sind an einem stabilen Metallgestänge im Innern aufgehängt. Durch den Palettenunterbau ist die Transportverpackung stapelfähig, so dass sich maximale Warenmengen auf engstem Raum sicher transportieren lassen.

 

Die Textilindustrie verlangt einen effizienten Transport: Mode ist eine verderbliche Ware, und das Geschäft mit ihr läuft immer schneller. Die Zeiten, in denen sich die Unternehmen auf Frühlings- und Herbstkollektionen beschränken konnten, sind vorbei. Heute stillen mehrere Kollektionen pro Jahreszeit die rasch wechselnden Bedürfnisse modebewusster Kunden. Einige Modehersteller bringen bis zu 15 Kollektionen jährlich auf den Markt. Besonders bei den Mode-Trendketten geht die Distribution schnell: Von der Fertigung eines Kleidungsstücks bis zur Auslage im Laden vergehen manchmal keine sechs Wochen. Enge Terminpläne vertragen keine Störungen beim Transport – Wellpappe gewährleistet einen optimalen Produktschutz. Die Wahl der richtigen Transportverpackung für Textilien ist also nicht Jacke wie Hose.

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Martin Petrich

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