14.06.2005 – Wellpappe Report 2/2005

Platz ist Geld: Mit Transportverpackungen aus Wellpappe Logistikkosten reduzieren

„Man kann es nicht immer jedem recht machen" – so sagt der Volksmund. „Wir machen es jedem recht" – das verspricht hingegen die Wellpappenindustrie.

 

Und sie hält ihr Wort, denn für jede Anforderung des Handels hat sie die entsprechende Lösung parat. Dabei denkt sie nicht nur an die aufmerksamkeitsstarke Verpackung im Verkaufsregal, sondern auch an die Reise an den Point of Sale (PoS). Indem die Transportverpackung dabei die vorhandenen Lager- und Transportkapazitäten optimal ausnutzt, bietet sie echten Mehrwert.

 

Vorhandenen Raum optimal nutzen

Das als „Efficient Unit Load" bezeichnete Vorgehen hat die durchgängig hohe Flächen- und Volumenauslastung der vorhandenen Kapazitäten im Lager als auch im Transportfahrzeug zum Ziel. Gerade die optimale Auslastung in Lkw, Bahn, Flugzeug und Schiffen wird für die Unternehmen immer wichtiger, da die Transportkosten infolge von Maut, Treibstoffpreisen und EU-Umweltauflagen immer weiter steigen. Wer also das Transportmittel optimal mit seinen Verpackungen auslastet, der spart zusätzliche Fahrten und damit Geld.

 

Gerade die maßgeschneiderte, optimal auf dem Laderaum ausgerichtete Wellpappe bietet dabei ein besonderes Effizienzpotenzial: Laut einer Studie des französischen Wellpappenverbandes L'Emballage Ondulé de France (ONDEF) ermöglichen sie eine Transportkostenersparnis von bis zu 35 Prozent gegenüber Kunststoffsteigen. Grund: Nach dem Gebrauch der Wellpappe entfallen Fahrten für den Rücktransport, laut der Studie kann ein ausschließlicher Gebrauch von Wellpappe als Transportverpackung die Anzahl der Lkw-Fahrten sogar um bis zu 40 Prozent reduzieren.

 

Modulare Lösungen erfüllen Handelswünsche

Oftmals verlangt der Handel standardisierte Verpackungen für seine Logistikkette. Auch diesen Wünschen kommen die Wellpappenhersteller mit ihren Lösungen entgegen: Sie sind modular aufgebaut und auf zahlreiche Anforderungen abgestimmt, z.B. bei Stapelbarkeit, Öffnung, Regalplatzierung, Produktentnahme und Entsorgung. In Zusammenarbeit mit der Wellpappenindustrie hat die frühere Centrale für Coorganisation GmbH (CCG – heute GS1 Germany) 2002 fünf Grundtypen als idealtypische Einwegtransportverpackungen empfohlen, die den Nachweis ihrer Tauglichkeit durch Handling-Analysen an den einzelnen Stationen der Lieferkette des Handels erbracht haben. Sie sind sowohl als offene Lösungen (z.B. Flachtray, Hochtray, L-Tray) als auch in Kombination mit einem Stülpdeckel bzw. U-Stülp einsetzbar und haben sich in den Verkaufsstellen weitestehend durchgesetzt.

 

Individuelle Standardisierungen für jede Anforderung

Nach bestimmten Vorgaben standardisierte Verpackungen nutzen auf dem langen Weg an den Point of Sale (PoS) die vorhandenen Lager- und Transportkapazitäten oft nur unzureichend aus. Zum Beispiel beim Seeversand: Die gebräuchlichen 40-Fuß-Seecontainer sind innen etwa 12 m lang, 2,30 m breit und unterschiedlich hoch. Versandeinheiten, deren Grundmaße genau dafür ausgelegt sind, passen aber nicht exakt in einen Lkw oder auch nur auf eine gängige Europalette – dort sind andere Modulgrundmaße vorgegeben. Um eine optimale Raumausnutzung in allen Transportmitteln zu erreichen, konstruiert der Wellpappenhersteller (unter Berücksichtigung von Anforderungen der gesamten Lieferkette) auf der Basis der unterschiedlichen Standards individuelle Verpackungslösungen.

 

Beim Flugverkehr können standardisierte Verpackungslösungen nicht eingesetzt werden, da es je nach Fluglinie und Flugzeugtyp eine Vielzahl unterschiedlicher Containertypen gibt. So hat Lufthansa Cargo, der größte deutsche Frachtflieger, alleine acht Varianten im Angebot, die sich in unterschiedlicher Größe und Form dem Flugzeugrumpf anpassen. Auch dabei kann die Wellpappe ihre Stärken voll ausspielen: Sie nutzt mit ihren auf die Container abgestimmten Maßen den vorhandenen Raum so weit wie möglich aus und gewährleistet aufgrund ihres geringen Gewichtes ein ideales Volumengewicht – gerade beim Lufttransport ein weiterer Vorteil, der neben der Ausnutzung von Lagerkapazitäten echten Mehrwert bringt.

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Martin Petrich

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