14.06.2005 – Wellpappe Report 2/2005

Anruf genügt: Wie Wellpappe den Teleshopping-Boom unterstützt

Einkaufen einfach von zu Hause aus – bisher hieß das in erster Linie Shoppen per Internet.

 

Konsumenten greifen jedoch immer öfter zur Fernbedienung ihres Fernsehgerätes, wenn sie neue Textilien, Tagescremes oder Teeservices benötigen. Der Erfolg des Teleshopping hat eine stabile Grundlage: Transportverpackungen aus Wellpappe ermöglichen den sicheren und zuverlässigen Versand der im heimischen Wohnzimmer bestellten Produkte.

 

Immer gefragter: Zuverlässige Transportverpackungen

Zunehmendes Einkaufen vom Fernsehsessel verlangt auch mehr stabile und zuverlässige Versandverpackungen, die die Wellpappenindustrie bietet. So wird DHL von 2006 an täglich bis zu 40.000 Pakete für den Sender HSE24 (Home Shopping Europe) ausliefern. Das dafür neu zu errichtende Logistikzentrum soll durchschnittlich 20.000 bis 25.000 verschiedene Artikel in unterschiedlichen Mengen auf Lager haben, die im 30 Meter hohen Hochregallager auf ihren Versand warten. Mit jährlich sechs Millionen Paketen verschickt das Unternehmen allerdings gerade mal halb so viele Päckchen wie Europas größter TV-Shopping-Sender QVC. Alleine in Deutschland verzeichnet das Unternehmen über 1,7 Millionen Kunden, die bis zu 31,5 Kilogramm schwere Sendungen erhalten.

 

Vom Bildschirm bis ins Haus – sicher in Wellpappe

„Der typische Teleshopping-Kunde ist weiblich, zwischen 40 und 69 Jahre alt und kauft bei jeder Bestellung für 60 Euro ein", erklärt Rolf Schäfer, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels. Diese Kundin erwartet nicht nur eine schnelle, sondern vor allem eine sichere Lieferung, damit die bestellten Produkte unversehrt ankommen. Versandstücke sind jedoch bei Transport, Umschlag und Lagerung sowohl mechanischen als auch klimatischen Beanspruchungen ausgesetzt: Vibrationen, Feuchtigkeit und Stapeldruck setzen den Verpackungen genauso zu wie Fahrbahnstöße und Bandstau in der Sortieranlage. Auch kann an Problemstellen der Bandanlagen – z.B. an den Umlenkblechen - leicht Reibung während eines erhöhten Paketflusses entstehen, die das Packstück ausgleichen muss.

 

Die Verpackungsberater der Wellpappenindustrie wissen, worauf es ankommt und richten Konstruktion und Materialstärke der Transportverpackungen dementsprechend aus. Sie entscheiden je nach Anforderung der verpackenden Unternehmen über das geeignete Wellpappenrohpapier sowie über Wellenprofil und Flächengewicht der eingesetzten Papiersorten. Daneben bestimmen sie die passende Höhe der Seitenwände, das sicherste Öffnungssystem sowie den richtigen Deckel. Die Weinflasche findet zum Beispiel in der Frischeverpackung mit Trockeneiskühlung Platz, das Fahrrad in der Wellpappenkiste mit doppeltem Boden und das Buch im speziellen Wellpappen-Einschlag. Derart verpackt, kann sich der Kunde vor dem Fernseher sicher sein, dass die Waren auch so bei ihm ankommen, wie er sie am Bildschirm gesehen hat: in einwandfreiem Zustand.

 

Auf der Erfolgswelle reiten

Mit ihrer Zuverlässigkeit bildet die Wellpappe eine wesentliche Grundlage, damit der Erfolg des Teleshopping weiter anhält. Der Markt in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 21 Prozent gewachsen, während der gesamte Versandhandel in 2004 um 3,4 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro schrumpfte. Jeder sechste Bundesbürger hat laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bereits bei einem Shopping-Kanal eingekauft, vor drei Jahren war diese Zahl nur halb so groß. Alleine der Marktführer QVC konnte 2004 seinen Umsatz um 36,5 Prozent auf 516 Millionen Euro steigern. Insgesamt setzten die drei etablierten Teleshopping-Sender (neben QVC sind dies HSE24 und RTL Shop) 2004 ca. 940 Millionen Euro um. Und der Boom hält an: „In diesem Jahr fällt die Milliardengrenze", so Rolf Schäfer. Laut GfK können sich 20 Prozent der Konsumenten vorstellen, in Zukunft per TV-Fernsehbedienung einzukaufen. Damit beträgt das Kundenpotenzial der Anbieter schon heute 37 Prozent. Das Berliner Marktforschungsinstitut Goldmedia geht davon aus, dass auch in den nächsten fünf Jahren die Umsätze der Bildschirm-Verkäufer kontinuierlich steigen werden. Der Zuwachs beträgt demnach rund 11 Prozent pro Jahr und soll in fünf Jahren knapp 1,5 Milliarden Euro erreichen.

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Martin Petrich

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