24.03.2021

Wellpappenindustrie 2020: Wachstumsprognose unter herausfordernden Bedingungen übertroffen

Kostendruck wirft Schatten auf positive Absatzentwicklung

 

Darmstadt, 24. März 2021 – Die im Verband der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW) organisierten Hersteller haben ihr für 2020 prognostiziertes Ziel von 0,5 Prozent Wachstum des arbeitstäglichen Wellpappenabsatzes übertroffen. Sie verzeichneten im Pandemie-Jahr 2020 gegenüber 2019 ein Plus von 0,9 Prozent. Sorgen bereiten der Wellpappenindustrie jedoch steigende Kosten und sinkende Erlöse.

 

„Die Wellpappenindustrie war 2020 als systemrelevante Branche besonders gefordert. In der Corona-Krise konnten wir unsere Leistungsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis stellen und haben zur Aufrechterhaltung einer reibungslosen Versorgung beitragen – von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs bis hin zur Belieferung von Arztpraxen und Kliniken“, erklärt der VDW-Vorsitzende Dr. Steffen P. Würth anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Das Wachstum beim arbeitstäglichen Wellpappenabsatz 2020 fiel mit 0,9 Prozent um 0,4 Prozent höher aus als im Dezember 2019 vom VDW prognostiziert. In absoluten Zahlen lag der Absatz der VDW-Mitglieder im vergangenen Jahr bei rund 8,1 Milliarden Quadratmeter Wellpappe. Das sind knapp 200 Millionen Quadratmeter und damit 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. „Im gesamtwirtschaftlich schwierigen Pandemie-Jahr 2020 zeigten sich unsere Kunden in der Nahrungs- und Genussmittelbranche erneut robust gegenüber Schwankungen. Befeuert von den Schließungen im stationären Einzelhandel kam außerdem ein erneuter kräftiger Wachstumsschub im E-Commerce hinzu“, so Würth.

 

Mit Sorge beobachteten die VDW-Mitglieder hingegen die Kostenseite. „Im vierten Quartal bereits sind die Preise für Wellpappenrohpapier um satte 13 Prozent gestiegen – und der massive Aufwärts-Trend begleitet uns aktuell weiter. Dieser Kostendruck trifft auf sinkende Erlöse, was einen deutlichen Schatten auf die positive Absatzentwicklung 2020 wirft“, sagt Würth. Die Erlöse seien im Jahresdurchschnitt um 5,8 Prozent auf 53,2 Cent pro Quadratmeter gefallen. „Das bedeutet, dass die VDW-Mitglieder die seit 2017 aufgelaufenen Kostensteigerungen auch im vergangenen Jahr nicht kompensieren konnten“, fasst der VDW-Vorsitzende zusammen. Die gesunkenen Durchschnittserlöse spiegelten sich auch in der Umsatzentwicklung wider: In der Gesamtbetrachtung der sinkenden Erlöse und der verzeichneten Absatzsteigerung komme man beim Umsatz auf ein Minus von 3,5 Prozent.

 

Fotos des VDW-Vorsitzenden Dr. Steffen P. Würth finden Sie hier.

 

Den Redetext von Dr. Steffen P. Würth finden Sie hier, die Präsentation hier.

 

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