03.04.2020

Beruhigt online shoppen

Kann man sich mit dem Corona-Virus infizieren, wenn man ein Paket vom Versandhändler annimmt? Für verantwortungsbewusste Verbraucher stellt sich auch beim Shoppen die Frage nach dem Ansteckungsrisiko. Aus gutem Grund, schließlich desinfizieren vor vielen Supermärkten inzwischen Mitarbeiter die Einkaufswagen, und aus Hygienegründen erhält der Trend zum bargeldlosen Bezahlen neuen Schub. Da sich viele Menschen wegen der Kontaktbeschränkungen auf die Versorgung durch Lieferdienste verlassen oder sogar darauf angewiesen sind, ist die Frage nach dem Infektionsrisiko relevant.

 

Dabei geht es darum, wie lange sich das Virus auf Oberflächen hält. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge hängen die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Das RKI verweist auf das Bundesinstitut für Risikobewertung, das neueste amerikanische Forschungsergebnisse für seine Bewertung heranzieht: „Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen. Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Laboruntersuchungen einer amerikanischen Arbeitsgruppe, dass es nach starker Kontamination bis zu 3 Stunden als Aerosol, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann.“

 

Eine Ansteckung bei der Annahme eines Versandpakets ist also nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich – eine Ansteckung durch „Schmierinfektion" konnte laut RKI bislang nicht nachgewiesen werden. Auf jeden Fall ist nach dem Anfassen das korrekte Händewaschen wichtig.

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